додому Neueste Nachrichten und Artikel Wie Brasilien sein Milchsystem mit Gläsern und Fahrrädern reparierte

Wie Brasilien sein Milchsystem mit Gläsern und Fahrrädern reparierte

Junge Mütter können nicht stillen? Die meisten Orte bieten wenig Hilfe an. Brasilien macht alles anders.

Es kommt auf den Einfallsreichtum an. Oder wie die Einheimischen jeitinho nennen. Dieser kreative Funke, der Müll in Infrastruktur verwandelt.

In den 1980er Jahren veränderte João Aprígio Guerra de Almeida das Spiel. Als junger Chemiker schaute er sich teure Pasteurisierungsmaschinen an und beschloss, sie zu verschrotten. Stattdessen verwendete er Heißwasserbäder aus Lebensmittelverarbeitungsbetrieben. Kosten? Ein Zehntel des Preises. Er sterilisierte sogar Kaffee- und Mayonnaisegläser. Habe sie für Flaschen verwendet.

Warum neu kaufen, wenn das Alte besser funktioniert?

Die Skala ist unübertroffen

Heute gibt es in Brasilien mehr als 200 Banken. Die meisten auf der Welt. Sie verteilen einige der billigsten Muttermilch überhaupt.

Die Ergebnisse? Die Zahl der Säuglingssterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren ist zwischen 1990 und 2015 um 70 % zurückgegangen. Ein Teil dieses Verdiensts lässt sich direkt auf diese provisorischen Banken zurückführen.

Aber es geht nicht nur um billiges Plastik. Es geht um Bequemlichkeit. Kuriere fahren durch das ganze Land und holen Spenden ab. In Rio liefert ein Mann auf einem Fahrrad Milch nach Flamengo. Ohne diese Pickups hören die Spender einfach auf. Eine Mutter brachte es klar auf den Punkt: Wenn niemand da ist, um es abzuholen, macht sie sich nicht die Mühe. Europa könnte hier etwas lernen.

Ein ganzer Kreis

Die Anlagen leisten mehr als nur die Lagerung von Flüssigkeiten. Sie sind Support-Hubs. Krankenschwestern helfen Frauen beim Abpumpen der Milch für Frühgeborene. Jeder Tropfen wird zuerst überprüft. Haarstaub oder irgendetwas Ekelhaftes? Weggeworfen. Dann wird die Milch in diesem umfunktionierten Bad erhitzt. Verflüssigt, getestet und auf biologische Bösewichte untersucht.

Es endet an den Lippen eines Babys.

Kristin Bethge und Niklas Franzen berichteten über die Geschichte, als sie durch Rio reisten und die gesamte Schleife sahen. Vom Geber zum Empfänger. Es ist ganzheitlich, wie es große Institutionen selten erreichen.

Kommt sonst noch etwas in die Nähe?

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