Ein Hochgeschwindigkeitsstrom aus Sonnenwind soll vom 16. bis 18. Januar das Nordlicht (Aurora Borealis) über den Norden der USA an den Himmel bringen. Das Ereignis wird durch ein bedeutendes koronales Loch in der Sonne ausgelöst, das geladene Teilchen freisetzt, die mit der Magnetosphäre der Erde interagieren. Während das Polarlicht normalerweise in Regionen mit hohen Breitengraden sichtbar ist, könnte ein mäßiger geomagnetischer Sturm das Polarlicht nach Süden verdrängen und es möglicherweise in 15 Bundesstaaten sichtbar machen.
Was treibt die Show an?
Das Space Weather Prediction Center** (SWPC) der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) prognostiziert Bedingungen von leichten (G1) bis mäßigen (G2) geomagnetischen Stürmen. Diese Stürme entstehen, wenn der Sonnenwind mit dem Erdmagnetfeld kollidiert, atmosphärische Partikel mit Energie versorgt und sie zum Leuchten bringt. Dies ist derselbe Prozess, der die schillernden Schauspiele erzeugt, die man in Alaska und Kanada sieht, aber ein stärkeres Ereignis könnte die Sichtbarkeit noch weiter erhöhen.
Staaten, in denen Polarlichter auftreten können
Basierend auf den neuesten Prognosen haben die folgenden Staaten die höchste Wahrscheinlichkeit, das Nordlicht zu sehen:
- Alaska
- North Dakota
- Minnesota
- Montana
- Wisconsin
- Michigan
- South Dakota
- Idaho
- Maine
- Vermont
- New Hampshire
- Washington
- Iowa
- Wyoming
- New York
Die Sichtbarkeit des Polarlichts ist jedoch unvorhersehbar. Die Bedingungen können sich schnell ändern und das genaue Ausmaß der Anzeige hängt von der Intensität des Sonnenwinds ab.
Wann Sie suchen sollten
Die Spitzenzeiten werden zwischen 1 Uhr morgens und 7 Uhr EST (06:00–12:00 Uhr GMT) erwartet. Um Ihre Chancen zu maximieren, suchen Sie sich einen Standort mit freier Sicht auf den nördlichen Horizont, fernab von den Lichtern der Stadt.
Tipps für die Aurora-Jagd
So erhöhen Sie Ihre Chancen, die Lichter zu sehen:
- Anpassung an die Dunkelheit: Geben Sie Ihren Augen mindestens 30 Minuten Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Vermeiden Sie während dieser Zeit den Blick in helles Licht (einschließlich Telefonbildschirme).
- Benutzen Sie Ihre Kamera: Telefonkameras können oft schwache Polarlichter wahrnehmen, die mit bloßem Auge nicht sofort sichtbar sind.
- Ziehen Sie sich warm an: Polarlichter können unvorhersehbar sein; Möglicherweise müssen Sie längere Zeit draußen warten.
- Weltraumwetter-Apps: Laden Sie eine App wie My Aurora Forecast & Alerts oder Space Weather Live herunter, um Echtzeit-Updates zu erhalten.
Die Stärke des Sonnenwinds ist unvorhersehbar, daher ist es möglich, dass das Polarlicht nicht so weit im Süden sichtbar ist wie erwartet. Wenn die Bedingungen jedoch stimmen, könnte dieses Ereignis eine seltene Gelegenheit bieten, Zeuge eines spektakulären Naturphänomens in niedrigeren Breiten zu werden.
Die aktuelle geomagnetische Aktivität erinnert an die dynamische Natur der Sonne und ihren Einfluss auf unseren Planeten. Die Häufigkeit von Sonnenstürmen nimmt zu, da die Sonne im aktuellen Sonnenzyklus ihre höchste Aktivitätsphase erreicht, was bedeutet, dass in den kommenden Jahren häufiger Polarlichter auftreten könnten.
