Nachtschwärmer sind einem höheren Gesundheitsrisiko ausgesetzt, aber der Lebensstil ist entscheidend

4

Untersuchungen deuten darauf hin, dass Menschen, die von Natur aus lange wach bleiben, möglicherweise einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen und eine frühe Sterblichkeit ausgesetzt sind, aber diese Risiken sind nicht unvermeidlich. Der Zusammenhang zwischen Chronotyp (ob Sie eine „Nachteule“ oder „Morgenlerche“ sind) und Gesundheit ist komplex, wobei Lebensstilfaktoren eine wichtige Rolle spielen.

Die Wissenschaft der Schlafpläne

Menschen verfallen in unterschiedliche Schlafmuster oder Chronotypen, die teilweise genetisch bedingt zu sein scheinen. Nachteulen – diejenigen, die bis spät in die Nacht am aktivsten sind – wurden in der Vergangenheit mit schlechteren Gesundheitsergebnissen in Verbindung gebracht. Aktuelle Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Nachteulentum und einem höheren Risiko für Herzprobleme, Schlaganfälle und sogar einen frühen Tod.

Lebensstil ist der größte Faktor

Allerdings weisen Wissenschaftler schnell darauf hin, dass es nicht automatisch zu einer schlechteren Gesundheit führt, wenn man eine Nachteule ist. Die eigentliche Gefahr geht von den Gewohnheiten aus, die oft mit diesem Chronotyp verbunden sind:

  • Höhere Raucherquoten: Nachtschwärmer neigen dazu, mehr zu rauchen als Morgenmenschen.
  • Erhöhter Alkoholkonsum: Sie trinken im Durchschnitt auch mehr Alkohol.
  • Schlechtere Ernährung: Nachtschwärmer ernähren sich eher ungesund.
  • Weniger körperliche Aktivität: Sie neigen auch dazu, weniger Sport zu treiben.

Wenn eine Nachteule einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung pflegt und übermäßiges Rauchen oder Trinken vermeidet, unterscheiden sich die Gesundheitsrisiken möglicherweise nicht wesentlich von denen eines Morgenmenschen. Dies deutet darauf hin, dass nicht der Chronotyp selbst der Hauptgrund für diese gesundheitlichen Unterschiede ist, sondern vielmehr die Verhaltensweisen, die ihn oft begleiten.

Laufende Forschung erforderlich

Während aktuelle Daten einen klaren Zusammenhang zwischen Nachteulengewohnheiten und schlechterer Gesundheit zeigen, sind weitere Untersuchungen erforderlich, um den Zusammenhang vollständig zu verstehen. Die Studienergebnisse unterstreichen, dass Ihr Schlafplan keine lebenslange Haftstrafe ist: Eine kluge Wahl des Lebensstils kann viele Risiken mindern.

„Es kommt nicht darauf an, wann Sie schlafen, sondern wie Sie leben“, sagt Dr. Anya Sharma, leitende Forscherin in einer der Studien.

Letztendlich ist es hilfreich, die natürlichen Rhythmen Ihres Körpers zu verstehen, aber der wichtigste Faktor ist die Sorge um Ihre körperliche und geistige Gesundheit durch verantwortungsvolle Gewohnheiten.