Die britische Regierung kündigt einen 15-Milliarden-Pfund-Plan zur Steigerung der Energieeffizienz von Häusern an

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Die britische Regierung hat einen 15-Milliarden-Pfund-Plan vorgestellt, den „Warm Homes Plan“, der darauf abzielt, die Energiekosten für Haushalte zu senken, indem Anreize für den Einsatz von Solarpaneelen, Wärmepumpen und Batteriespeichersystemen geschaffen werden. Ziel der Initiative, die in den nächsten fünf Jahren umgesetzt wird, ist es, die Zahl der mit Solartechnologie ausgestatteten Haushalte zu verdreifachen und die Energiearmut von schätzungsweise einer Million Menschen zu lindern.

Finanzierung und Förderfähigkeit

Der Plan sieht vor, die Mittel durch eine Mischung aus zinsgünstigen Darlehen und Zuschüssen zu verteilen. Haushalte, die alle drei Technologien installieren – Sonnenkollektoren, Wärmepumpen und Batterien – könnten bis zu 500 £ pro Jahr an Energiekosten einsparen, obwohl einige Schätzungen darauf hindeuten, dass die Einsparungen sogar über 1.000 £ betragen könnten.

  • Haushalte, die über die nötigen Zahlungsmittel verfügen, haben ebenfalls Anspruch auf Zuschüsse, auch wenn die Installation einer Wärmepumpe auch bei ihnen im Durchschnitt etwa 5.000 £ kosten kann.
  • Zusätzliche 600 Millionen Pfund werden Haushalten mit niedrigem Einkommen zur Verfügung gestellt, um die vollen Kosten für die Installation von Solarmodulen und Batterien zu decken.
  • Privathaushalte erhalten unabhängig vom Einkommen zinsgünstige und zinslose Kredite.

Industrie und politische Reaktionen

Der Energie- und Finanzsektor hat den Plan weitgehend als langfristige Verpflichtung begrüßt, die private Investitionen in grüne Technologien fördern wird. Dhara Vyas, CEO von Energy UK, betonte die Sicherheit, die die 15 Milliarden Pfund den Anlegern bieten. Allerdings haben Oppositionsparteien und einige Branchenvertreter Bedenken geäußert.

– Die Konservative Partei warnt davor, dass das System die Haushalte mit laufenden Kosten belasten könnte.
– Richard Tice von Reform kritisierte den Plan als „Verschwendung von Steuergeldern“ und verwies auf die Abhängigkeit von in China hergestellten Komponenten (68 % der britischen Solarimporte kamen im Jahr 2024 aus China).
– Dale Vince, CEO von Ecotricity, argumentiert, dass Solarmodule im Vergleich zu Wärmepumpen das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis bieten.

Richtlinienänderungen und Diversifizierung der Lieferkette

Der Plan umfasst Erweiterungen des Boiler Upgrade Scheme, das bis 2030 Zuschüsse in Höhe von 7.500 £ für Luftwärmepumpen vorsieht. Die Regierung beabsichtigt außerdem, die Lieferketten außerhalb Chinas zu diversifizieren, obwohl derzeit daran gearbeitet wird, „diese Konzentration aufzulösen“.

Der ursprüngliche Plan hatte der Verbesserung der Isolierung Priorität eingeräumt, aber Kontroversen um ein früheres staatlich finanziertes Projekt führten zu dessen Herabstufung. Beamte argumentieren, dass Wärmepumpen als aufstrebende Technologie eine stärkere staatliche Unterstützung benötigen, um das Branchenwachstum zu beschleunigen.

Mieterrechte und Neubaustandards

Der „Warm Homes Plan“ wird sich auch auf Mieter auswirken, denn Vermieter müssen sicherstellen, dass Mietobjekte bis 2030 einen Energieausweis (Energy Performance Certificate, EPC) von C erfüllen. Die Regierung plant, die EPC-Bewertungsmethoden später in diesem Jahr zu überarbeiten.

Bei Neubauten wird vorgeschrieben, dass sie standardmäßig mit kohlenstoffarmer Heizung, hoher Energieeffizienz und Solarpaneelen ausgestattet sein müssen. Diese Standards haben sich verzögert, werden aber voraussichtlich in den kommenden Monaten veröffentlicht.

Letztendlich stellt der Warm Homes Plan eine bedeutende Verpflichtung der Regierung zur Dekarbonisierung der Hausheizung und zur Senkung der Energiekosten dar. Der Erfolg hängt von einer effektiven Lieferung, Diversifizierung der Lieferkette und der Bewältigung potenzieller finanzieller Belastungen für Haushalte ab.