Kennst du diesen Geruch? Es ist dieser spezifische, nostalgische Duft nach geschmolzenem Plastik und Kindheitserinnerungen. Mold-A-Rama war jahrzehntelang die Fabrik für die ikonischen, geformten Plastikfiguren und Accessoires, die aus Getränkeautomaten und Vergnügungsparks kamen. Man führte ein Vierteldollar hinein, zog einen Hebel und schon schob sich ein raues, handbearbeitetes Stück Polyethylen heraus – normalerweise ein Cowboy, ein Space Ranger oder ein süßes kleines Tier. Sie waren nicht perfekt. Die Nähte waren sichtbar, die Farben waren oft grell und es erforderte viel Kraft, sie in Form zu bringen. Aber sie waren echt. Greifbar.
Heutzutage ist diese raue Ästhetik genau der Grund, warum Sammler sie mit Leidenschaft jagen. Der Markt für Vintage-Mold-A-Rama-Artikel hat sich von einem Nischenhobby zu einem legitimen Wiederverkaufsmarkt gewandelt. Die Preise für seltene Formen sind in die Höhe geschossen und haben einst als billige Neuheiten geltende Artefakte der Popkultur in Investmentqualität verwandelt.
Der Wandel von der Neuheit zum Sammlerstück
Die Geschichte von Mold-A-Rama ist eine Geschichte des amerikanischen Einfallsreichtums in der Fertigung. Das in den 1950er Jahren gegründete Unternehmen leistete Pionierarbeit bei der Verwendung von hochdichtem Polyethylen (HDPE) für die Massenproduktion von Spielzeug. Im Gegensatz zu spritzgegossenen Kunststoffen, die teure, präzise Formen erfordern, verwendete Mold-A-Rama ein Niederdruckverfahren, das eine kostengünstigere Produktion und einfachere Werkzeuge ermöglichte. Dies bedeutete, dass die Fabrik bei einer Trendwende schnell umschalten konnte.
Jahrelang galten diese Spielzeuge als Wegwerfspaß. Eltern warfen sie weg, weil sie scharf, zerbrechlich oder einfach nur hässlich waren. Nun, diese Verfügbarkeit ist ihr Wertversprechen. Da so viele weggeworfen wurden, ist es nahezu unmöglich, eines in neuwertigem Zustand zu finden. Die meisten erhaltenen Exemplare weisen Gebrauchsspuren auf – Kratzer, verblasste Farben oder Reste des ursprünglichen Gussrahmens (der Kunststoffschiene, an der sie befestigt waren).
Sammler sind nicht auf der Suche nach irgendeiner alten Figur. Sie suchen nach bestimmten Schimmelpilzen. Die „Cowboy“-Reihe ist legendär. Die „Space Ranger“-Figuren mit ihren markanten Helmen und Strahlenkanonen sind sehr begehrt. Sogar die Tierfiguren wie Löwen und Elefanten erzielen Höchstpreise, wenn sie vollständig und gut erhalten sind.
So erkennen Sie ein echtes Mold-A-Rama
Nicht jedes Vintage-Kunststoffspielzeug ist ein Mold-A-Rama. Um das wahre Geschäft zu erkennen, ist ein scharfer Blick fürs Detail erforderlich. Hier ist, worauf Sie achten sollten:
- Das Material: Authentische Stücke bestehen aus hochdichtem Polyethylen. Sie fühlen sich im Vergleich zu härteren Kunststoffen leicht wachsartig und flexibel an. Sie sind außerdem leicht.
- Die Nähte: Achten Sie auf sichtbare Trennlinien an der Stelle, an der sich die beiden Hälften der Form trafen. Diese Linien sind normalerweise rau und müssen gefeilt oder geschliffen werden.
- Das Finish: Die meisten Mold-A-Rama-Artikel waren unbemalt oder hatten nur von Hand aufgetragene Farbe. Sie werden häufig Pinselstriche, fehlende Stellen oder im Laufe der Zeit abgeplatzte Farbe sehen.
- Der Gussrahmen: Bei vielen Figuren ist noch der Kunststoffläufer angebracht. Dies ist der Plastikbaum, aus dem die Figuren geschnitten wurden. Es ist oft mit dem Mold-A-Rama-Logo oder der Formnummer versehen.
„Eine vollständige Figur mit intaktem Gussrahmen zu finden, ist so, als würde man einen Dinosaurier mit erhaltenen Federn finden. Das erzählt die ganze Geschichte.“