Mavericks haben einen schlechten Ruf. Ihre nüchternen Kollegen hassen sie. Die Wissenschaft erfordert Konsens, Beweise und harte Fakten. Kontrarismus? Es bringt einen selten weiter.
Aber Regeln brechen. Schauen Sie sich die ketogene Diät an.
Jeder kennt Keto. Es ist ein Mittel zur Gewichtsabnahme. Restriktiv. Sogar brutal. Schlagen Sie nun vor, dass es Anorexia nervosa behandelt. Dabei handelt es sich um eine psychiatrische Erkrankung, die durch die Verweigerung der Nahrungsaufnahme definiert wird. Die Idee klingt verrückt. Oder gefährlich unverantwortlich.
Nimm es ernst.
Die Titelgeschichte dieser Woche beschäftigt sich damit. Sicherlich eine kleine Studie, aber die Ergebnisse weisen in eine Richtung. Keto hilft tatsächlich. Vielleicht, weil es die Energiefreisetzung in den Gehirnzellen stabilisiert. Das verringert die Angst. Und wenn die Angst nachlässt, sinkt auch der Drang zu verhungern.
Ist das Magie? Nein. Aber Standardbehandlungen versagen bei einem Drittel der Patienten. Anorexie tötet mehr Menschen als jede andere psychische Erkrankung. Wenn eine radikale Diät etwas spart, müssen wir genauer hinschauen.
Hier liegt jedoch das Problem.
Wenn Sie Keto für die psychische Gesundheit fördern, stehen Sie auf einer Linie mit Leuten wie Robert F. Kennedy Jr., dem umstrittenen US-Gesundheitsminister, der ohne den geringsten Beweis darauf besteht, dass Impfungen Autismus verursachen 🛑
Er ist durch und durch ein Einzelgänger.
Der Grat zwischen Durchbruch und Verschwörung ist erschreckend schmal.
Man kann nicht beides haben. Möchten Sie wilde Ideen erkunden? Sie riskieren, neben Menschen zu sitzen, die die Realität völlig ablehnen. Der Außenseiter hat nicht umsonst einen schlechten Ruf. Doch manchmal ist die Wahrheit hässlich. Oder zumindest unangenehm.
Vielleicht liegt in diesem Schlamassel das nächste Heilmittel.
Wer will es riskieren?

























