DARPAs Fixer-Satellit startet endlich

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Treibstoff. Es ist das Lebenselixier umlaufender Maschinen.
Derzeit sind die Satelliten in einer hohen geosynchronen Umlaufbahn einfach zur Neige gegangen. Dann sterben sie. Oder man wird zur Seite geschoben. Wird zu Müll.
DARPA möchte diese Mathematik ändern.

Nach Jahren verschobener Zeitpläne und Ausstiegen von Auftragnehmern ist das Robotic Servicing of Geos Synchronous Satellite (RSGS)-Programm tatsächlich auf dem richtigen Weg.
Das Startfenster öffnet sich diesen Sommer. Genauer gesagt im Sommer 2024. Am 20. Mai gab die Defense Advanced Research Projects Agency grünes Licht.

Das lange Warten

Warum jetzt?
Denn nichts in der Luft- und Raumfahrt bleibt einfach.

Ursprünglich im Jahr 2018 angekündigt, hat RSGS schon alles gesehen. Maxar Technologies verließ das Schiff im Jahr 2019. Die Pandemie legte die Lieferketten lahm. SpaceLogistics, der neue Hauptauftragnehmer unter Northrop Grumman, musste die DARPA-Nutzlast auf seinen Bus stemmen. Integrationen scheitern. Dann funktionieren sie.

„RSGS ist endlich flugbereit“, betont DARPA.

Sofern die Rakete hält, ist die Roboter-Reparaturstation mit Elektroantrieb zehn Monate unterwegs. Es erreicht seine Station im Jahr 2027. Ein Jahrzehnt seit der Geburt der Idee.
Ist Geduld eine Tugend oder ein Planungsfehler? Im Weltraum beides.

Reparieren, was nach 22.000 Meilen kaputt ist

Die Zielzone ist die geosynchrone Erdumlaufbahn (GEO). Ungefähr 22.367 Meilen hoch.
Das ist weit.

Denken Sie an die Internationale Raumstation. Es hängt tief, etwa 250 Meilen. GEO ist ungefähr 90-mal so hoch. Hier kommt es auf die Physik an. In dieser Entfernung entspricht die Umlaufzeit genau der Erdrotation.
Eine Ansicht. Immer auf das gleiche Stück Boden blicken. Ideal für Wetterdaten. Telekommunikation. Militärische Überwachung.

Aber man kann nicht einfach eine Crew dorthin fliegen, um ein Teil auszutauschen. Zu weit. Zu gefährlich.
Normalerweise endet ihre Arbeit, wenn diesen Giganten der Manövriertreibstoff ausgeht. Auch wenn die Elektronik in Ordnung ist. Auch wenn die Antenne einwandfrei funktioniert.
Es ist eine Verschwendung. Diese Vermögenswerte kosten jeweils Hunderte Millionen Dollar.

RSGS schlägt ein anderes Endspiel vor. Eine Roboter-Wartungssuite. Geschickt. Agil. Es prüft. Es tankt neue Kraft. Es aktualisiert veraltete Hardware.
Es repariert Dinge, sodass Sie keine neuen kaufen müssen.

Mehr als nur Benzin

Das Auftanken erregt die ganze Presse. Es erzählt nicht die ganze Geschichte.

Alte Nutzlasten sind ein Fluch. Ein im Jahr 2005 gestarteter Satellit mag physisch in Ordnung sein, ist heute aber technisch veraltet. DARPA weist ausdrücklich auf diese Frustration hin. Besitzer zahlen den höchsten Preis für Systeme, die funktionsunfähig sind, weil sie keine neue Software herunterladen oder Komponenten austauschen können.
Sie erhöhen also die Redundanz. Mehr Gewicht. Mehr Kosten. Nur um sich gegen Misserfolge abzusichern.

Der RSGS-Roboter reduziert diesen Abfall. Es tauscht Nutzlasten aus. Es passt die Umlaufbahnen an. Es führt vorbeugende Wartungsarbeiten durch, bevor die Anomalie auftritt.
Ein geostationärer Satelliten dauert normalerweise fünfzehn Jahre. Starlink-Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn halten fünf, sind aber günstig genug, um schnell ersetzt zu werden.
GEO-Sats sind nicht billig. Sie können die Konstellation nicht alle sechs Monate aktualisieren, wie es SpaceX in LEO tut.

Der Wettlauf um den Serviceraum

Die NASA und das US Naval Research Lab sind mit DARPA an Bord des Zuges. Das Ziel ist Anpassungsfähigkeit. Sicherheit. Effizienz.
Auch der Markt ist in Bewegung. Konkurrenten wie Astroscale und Thales Alenia Space positionieren sich bereits im On-Orbit-Service.
Dies ist kein einsames Rennen mehr.

DARPA versucht nicht nur, etwas über die Mechanik zu beweisen. Sie drängen auf eine betriebliche Umstellung. Eines, bei dem der Lebenszyklus eines Satelliten von seiner physischen Hardware entkoppelt ist.
Stellen Sie sich eine Plattform vor, die jahrelang existiert, während sich die Technologie im Inneren alle paar Monate ändert.
Teuer? Vielleicht.
Möglich?
RSGS startet in zwei Monaten. Das Universum wird warten. Oder es wird nicht.