Die walisische Regierung hat den Finanzrahmen für das Sustainable Farming Scheme (SFS) offiziell bekannt gegeben. Das Budget soll in der aktuellen Amtszeit von Senedd 1 Milliarde Pfund übersteigen. Dies geschieht drei Jahre, nachdem Plaid Cymru im Rahmen seiner ersten 100 Tage an der Macht eine mehrjährige Finanzierung versprochen hat, um den Landwirten bei der Vorausplanung zu helfen.
Die Zusage beläuft sich auf 340 Millionen Pfund pro Jahr. Diese Zahl bleibt bis zur nächsten Wahl im März 2030 stabil.
Landwirte protestieren gegen dieses System, seit es Anfang des Jahres eingeführt wurde. Das SFS ersetzte die alten Zahlungen nach EU-Art auf der Grundlage der Landfläche. Das neue System erfordert Umweltschutzmaßnahmen.
Die Förderhöhe entspricht dem, was die landwirtschaftlichen Betriebe seit 2012 erhalten haben. Für viele fühlt sich das wie Stillstand an.
Landwirtschafts- und Umweltverbände wollen annähernd 500 Millionen Pfund pro Jahr. Sie argumentieren, dass darin die tatsächlichen Kosten des Übergangs liegen. Der aktuelle Betrag? Es reicht kaum aus, das Licht anzuhalten.
Ring-Fenced Money und die universelle Ebene
Die Regierung sagt, dieses Geld sei zweckgebunden. Es wird nicht auf andere Abteilungen übergreifen. Zum ersten Mal erhält die Branche Gewissheit.
Landwirtschaftsminister Llyr Gruffydd nennt es eine „Grundlinie“. Er verspricht Stabilität in einem chaotischen Markt.
Wie sich diese Grundlinie zusammensetzt, ist spezifisch:
- Jährlich gehen 238 Millionen Pfund an die Universalschicht. Dies ist die Einstiegszahlung. Hier bekommt jeder Teilnehmer ein Stück.
- Die verbleibenden 102 Millionen Pfund finanzieren optionale und kollaborative Schichten. Dabei handelt es sich um ambitionierte Umweltprojekte. Sie kosten mehr, zahlen sich aber zusätzlich aus.
Reicht das?
Alwyn Jones, ein pensionierter Viehauktionator aus Denbigh, ist sich nicht so sicher. Mit Stolz zeigt er seine Abstammung von Welsh Black-Rindern, aber er sieht die Realität. Die Kosten sind gestiegen. Alles ist teurer. Das Budget reicht nicht mehr so weit wie früher.
Ein Dreijahresplan bietet etwas Zuversicht. Fünf Jahre wären besser. Mehr Geld wäre am besten. Aber fünf Jahre stehen im Moment nicht zur Debatte.
The Split: Wer tritt der SFS bei?
Die Zahlen zeigen eine gespaltene Branche. Etwa die Hälfte der Landwirte, die sich dieses Jahr beworben haben, haben sich für das SFS entschieden. Die andere Hälfte hielt am alten Regime fest.
Für diejenigen, die zurückgeblieben sind, gibt es eine Strafe. Ihre Subventionen laufen aus. Sie erleben dieses Jahr eine Kürzung um 40 %. Es ist ein starker Anreiz zum Wechsel.
Doch die Landnutzung erzählt eine andere Geschichte. Das SFS deckt einen größeren Bereich ab.
- SFS-Teilnehmer bewirtschaften 905.545 Hektar große Landschaft.
- Benutzer des Legacy-Systems verwalten 384.399 Hektar.
Das neue System gewinnt an Bedeutung. Es hat einfach nicht jeden erfasst.
Caryl Davies, eine Rinder- und Schaffarm aus Pembrokeshire, ist dem SFS beigetreten. Sie glaubt, dass Landwirtschaft und Natur koexistieren können. Es wird den Boden verbessern. Es wird der Ernte helfen. Die mehrjährige Förderung gibt ihr die Zuversicht, den Kurs durchzuhalten.
„Wenn wir noch in der EU wären, hätten wir einen Siebenjahreszyklus“, bemerkt Abi Reader, Präsident von NFU Cymru. Sie begrüßt das Engagement. Sie erkennt die Lücke zwischen drei und sieben Jahren an. Sie räumt auch ein, dass eine Haushaltserhöhung angesichts des aktuellen Wirtschaftsklimas unwahrscheinlich sei. Es ist eine echte Herausforderung.
Umweltgruppen wollen das Doppelte
Der Umweltsektor feiert nicht. Das SFS beeinflusst die Flüsse, in denen wir schwimmen. Es bestimmt die Tierwelt, die wir sehen. Es beeinflusst, wie walisische Gemeinden mit Überschwemmungen und Dürre umgehen.
Rachel Sharp von Wildlife Trusts Wales argumentiert, dass die Zukunft der Landwirtschaft nicht nur in der Politik liegt. Es geht ums Überleben. Zu ihr gesellen sich das RSPB und der National Trust. Sie forderten eine Verdoppelung des Budgets.
„Beim gleichen Budgetniveau wie vor dem Brexit zu bleiben, ist enttäuschend“, sagt Sharp. Sie fordert die Minister dringend auf, alle Einzelheiten zu den optionalen Finanzierungsquellen offenzulegen. Landwirte brauchen Klarheit. Sie können nicht planen, wenn die Regeln vage sind.
Die Regierung hat damit begonnen, einige Details zu veröffentlichen. Die Finanzierung der organischen Umstellung startet am Ende des Monats. Die Soil Association Cymru begrüßt es. Sie nennen es eine gute Nachricht für die walisische Ernährung und Landwirtschaft.
Gewissheit in einer unsicheren Zeit
Die Proteste waren real. Die Skepsis ist spürbar. Aber das Geld ist gebunden.
Minister Gruffydd räumt ein, dass man sich über den finanziellen Druck keine Illusionen mache. Jeder muss mit Kürzungen rechnen. Jeder friert anderswo die Finanzierung ein. Aber für die Landwirtschaft zieht er einen Schlussstrich.
„Die Landwirte sagten uns laut und deutlich, dass sie Stabilität brauchen“, sagt Gruffydd. „Genau das liefern wir.“
Er verspricht, wenn möglich mehr Geld zu mobilisieren. Realistisch gesehen? Das ist die Garantie. Es ist eine Grundlinie. Aber es ist eine Grundlinie, die Bestand hat.
Für einen von Volatilität gebeutelten Sektor sind drei Jahre vorhersehbarer Erträge eine Lebensader. Auch wenn diese Lebensader kürzer ist, als manche gerne hätten. Auch wenn es die steigenden Kosten für Treibstoff und Düngemittel nicht ganz deckt.
Die nun getroffenen Entscheidungen prägen die Landschaft. Ob das Budget ausreicht, um es aufrechtzuerhalten, bleibt die Frage, die über dem Messegelände schwebt. Das Geld ist da. Die Frage ist, ob es zur Ernte reichen wird.
























